Klimakiller Flugzeug?

Während einerseits immer mehr Menschen das Flugzeug zur Erkundung der Welt nutzen, ist der Ruf des Fliegens schlechter denn je. Personen wie die Schwedin Greta Thunberg und ihre Bewegung Fridays for future haben entscheidend dazu beigetragen, dass sich eine sogenannte Flugscham entwickelt hat. Darunter versteht man Menschen, die zwar gerne und oft in ein Flugzeug steigen, sich zugleich aber dafür schämen. Zudem ranken sich einige negative Mythen um die Modelle von Boeing und Airbus. Sie stehen im Ruf, der Konkurrenz von der Schiene den Rang streitig zu machen und in essenziellen Fragen der Ökologie nicht mehr auf der Höhe der Zeit zu sein. Wie schlimm es tatsächlich ist, bleibt dennoch fraglich. Möglich, dass wir es nur mit einem negativen Hype zu tun haben.

Wie klimaschädlich sind Flugzeuge tatsächlich?

Darüber scheiden sich die Geister. Schließlich existiert die zivile Luftfahrt nun schon seit vielen Jahrzehnten und bis dato war noch keine tiefgreifende Veränderung des Klimas bemerkbar. Andererseits ist das Fluggastaufkommen aber auch von Jahr zu Jahr weiter gestiegen. Durchaus möglich also, dass die Zukunft tatsächlich noch eine negative Veränderung des Klimas mit sich bringen könnte.

Experten argumentieren allerdings gerne, dass neue Flugzeugtypen deutlich weniger potentiell schädliches CO2 an die Umwelt abgeben. Dies ist damit zu erklären, dass statt Aluminium noch leichtere Stoffe für die Außenhülle der Maschinen verwendet werden. Mit dem Dreamliner hat Boeing die Tür zur Zukunft bereits weit geöffnet.

Mehr Reisende als je zuvor

2018 war in vielerlei Hinsicht ein bedeutendes Jahr. Im Verkehrsbereich staunten viele Beobachter nicht schlecht, als ein neues Allzeithoch bei der Zahl der Fluggäste erreicht wurde. Fakt ist, dass wir in einer Welt wohnen, in der immer mehr Menschen zu Wohlstand kommen und diesen überaus gerne nutzen, um in der Welt herumzureisen. Das Flugzeug bleibt aufgrund seines Komforts und seiner Schnelligkeit dabei das Mittel der Wahl. Dominieren auf der Kurzstrecke seit geraumer Zeit die sogenannten Billigflieger, so geben in der Ferne nach wie vor die traditionellen Airlines den Ton an. Lufthansa, AirFrance, British Airways und andere bekannte Fluggesellschaften haben zudem eine recht hohe Gewinnmarge. Beim Thema Flugreisen scheiden sich die Geister mehr denn je. Einerseits wird es noch mehr genutzt als ohnehin schon, andererseits wohl mit einem gewissen Schamgefühl.

Eine Branche boomt und macht weniger Gewinne

Eine etwas skurrile Situation war für Beobachter zuletzt ebenfalls erkennbar. Zwar nahm die Zahl der Fluggäste immer mehr zu, dies bedeutete aber alles andere als hohe Gewinne. Tatsächlich rutschten sogar einige der Konzerne in die roten Zahlen. Was ist also passiert, um diesen gegensätzlichen Effekt auszulösen?

Die Branche versucht sich diesen Einbruch mit gestiegenen Kerosinpreisen und einem stärkeren Preiskampf zu erklären. Sowohl die Premium-Airlines als auch die Billigflieger sind einer neuen Konkurrenz ausgesetzt. Teilweise durch staatliche Gesellschaften der Golfstaaten, teilweise durch Airlines aus den aufstrebenden Wirtschaftsnationen Asiens und der übrigen, dritten Welt. Es bleibt abzuwarten, wohin der Trend weiter führt.

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